5.Juni 2000
Pressebericht vom Montag, 5. Juni 2000 im Neuen Tag
"Soul Kitchen" Liebling der Fans
Deutschlands derzeitige In-Band beim 9. Open Air -
"Lax Alex`Con-Trax" weiteres Highlight
Schönsee. (dga) Handverlesen waren die Bands beim neunten Open Air des "Jugend & Musik-Clubs Schönsee e.V." am Samstag in Schönsee am alten Schießplatz: Angefangen von den "Grenzgängern", den Gewinnern des Newcommer-Festivals 1999 bis hin zu der zurzeit in Deutschland mit Sicherheit meistgefragten Band "Soul Kitchen" hatte der Musikclub das feinste vom Feinen aus der Musikszene verpflichtet. Einer Szene, die vom Heavy-Psychodelic- Funk über Latin-Rock, rockigen Party- Reggae bis hin zum Soul reichte.

Beginn war bereits um 16 Uhr, und das war gut so, denn da blieb genügend Zeit für die erwartete Steigerung des Gebotenen, eine Steigerung, die den Veranstaltern mit zwei Spitzen gelungen war: Die "Grenzgänger" bildeten mit der abwechslungsreichen Vielfalt ihrer musikalischen Palette sozusagen einen Trichter für das Genre der folgenden Stücke und die auf rockigen Party-Reaggae speziali- sierte Band mit dem schönen Fantasienamen "Cashma Hoody" kanalisierte die nachfolgen- den Darbietungen und leitete damit über zur ersten Spitze des Abends, den sieben Musikern von "Lax Alex` Con-Trax".

Erste Tänzer
Sie traten in NASA-Raumanzügen auf und sie entführten das bis dahin immer noch ein wenig steifbeinig stehende oder liegende Publikum in den Raum von SKA, Funk und Reggae. Mit Erfolg, denn jetzt begannen sich die ersten Zuhörer zu regen, die ersten Tänzer begannen mitzugehen, jetzt begann es zwischen Bühne und Publikum zu knistern!

Diese knisternde Spannung verlor sich zuerst wieder ein wenig beim Umbau der Bühne für die "Soul Kitchen" und Sänger John Davis hatte es wie seine Vorgänger anfangs nicht leicht, die Zuschauer mitzureißen. Aber mit seinen Aufforderungen zum Mitmachen ("clap your hands!"), zum Arme heben, zum Tanzen, mit seinem Ruf: "Nur wenn du behindert bist machst du nicht mit!" gelang es ihm, die Leute in seinen Bann zu ziehen. Sein beinahe animalisch anmutendes Verhältnis zu Rhythm und Sound sprang auf die Zuhörer über und als Sängerin Sabrina Khalil mitmischte,
war das Eis gebrochen, der gesamte Raum vor der Bühne war angefüllt mit Tanzenden, die sich voll dem Zauber der beiden unglaublich mitreißenden Lead-Sänger hingaben.

John Davis holte sogar ein junges Paar aus der Zuhörerschaft auf die Bühne zum Mitsingen, er zog alle Register seines Könnens, der Keyboarder, der Gitarrist, der Saxophonspieler und John Davis gaben Show-Einlagen von höchster musikalischer Klasse und Virtuosität und als die Stimmung ohnehin schon auf dem Höhepunkt  angelangt war, kam der absolute Gipfel: Im langsamen, tief unter die Haut hämmernden Blues- Rhythmus intonierte die band fünfstimmig, à-cappella, herrlich harmonisch und klangrein den Song "Rollin`, Rollin`on the Railroad".

Wer hier nicht aufgerührt mitzuckte, wer hier nicht geradezu andächtig dastand und einen Schauer über den Rücken rieseln spürte, der musste aus Holz oder Glas sein. Gegen Ende des Songs wechselten sie mit einem kraft- vollen Crossover zum rockigen Party-Reggae. verständlich, nur allzu verständlich, dass die band frenetischen Applaus und "Zugabe!"-Rufe erntete, denen sie auch nachkam. Sicher war sich jeder Anwesende bewusst, dass  er hier  die Nummer eins in Deutschland aus der Musikszene erlebt hatte und wusste jetzt auch, warum sie die Nummer eins ist.

Ruhiger Ausklang wie geplant
Ein Paar Erschöpfte hatten sich trotz der mittlerweile eingetretenen Kühle der Nacht in ihre Decken gerollt und schliefen, andere hatten wegen dieser Kühle der Nacht im rück- wärtigen Grundstücksteil ein Lagerfeuer gemacht und wärmten sich daran. nach einem solch absoluten Highlight war es für die folgende  Band "Tush" natürlich schwer, oben- drein mit der notwendigen Umbaupause, die Stimmung zu erhalten oder wiederherzu- stellen. Aber es wäre nicht das Schönseer Publikum und nicht die "Tush" gewesen, wäre das nicht vom ersten Stück an voll und ganz gelungen. Und obwohl "Tush" Santana spielte war es ruhigere, weniger aufputschende Musik, die gleitend, genau wie von den Veranstaltern geplant, zum Ende dieser Open-Air-Nacht führte, einer Nacht, in der man die echten Spitzenbands Deutschlands erlebt hatte.
 



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